Erstellt am:
08. März 2019

Internationaler Frauentag am 8. März – AAB- Landesobfrau Palfrader : „Weiterhin für die Anliegen von Frauen sensibilisieren, denn Arbeitspolitik ist auch Frauenpolitik“

Landesobfrau LRin Beate Palfrader (Foto Tanja Cammerlander)

Seit dem Jahr 1921 wird der Internationale Frauentag am 8. März gefeiert.  Für AAB-Landesobfrau LRin Beate Palfrader ein guter Anlass, um die Situation von Frauen in der Arbeitswelt in den Vordergrund zu rücken und auf die berechtigten Anliegen der Frauen aufmerksam zu machen: „Auch wenn sich die Rolle der Frau in der Gesellschaft in den letzten 100 Jahren gewandelt hat und vieles zu Verbesserung der Situation von Frauen erreicht werden konnte, müssen wir uns heutzutage vehement gegen das "neue alte" Frauenbild aussprechen.“ 


Die AAB-Landesobfrau nennt die Tatsachen beim Namen: „Frauen verdienen weniger, sind häufiger von Armut betroffen als Männer, leisten mehr häusliche Sorge- und Pflegearbeit, sind sowohl privat als auch beruflich von Männergewalt betroffen und stoßen in Bereichen wie Politik, Medien, Wirtschaft und Wissenschaft nach wie vor an gläserne Decken.“Die partnerschaftliche Aufteilung von Erwerbs- und Sorgerechten zwischen Mann und Frau sollte heutzutage selbstverständlich sein, wie auch mehr Frauen in den Führungsebenen in Wirtschaft und Politik.  Anlässlich des morgigen Internationalen Frauentages fordert die Tiroler AAB Landesobfrau daher die verpflichtende Erhöhung des Frauenanteils in Gemeinderäten, Landtagen und im Nationalrat für alle Parteien sowie eine verpflichtende Anhebung des Frauenanteils auf 50 Prozent in den Landesregierungen und in der Bundesregierung.


„Zudem ist gleicher Lohn für gleiche Arbeit eine ganz wesentliche Forderung des AAB Tirol, jene Betriebe, die sich nicht daran halten, sollten auch sanktioniert werden. Vorgaben des Bundes, mehr qualifizierte Teilzeitstellen für Frauen zu schaffen, gehen meines Erachtens in die falsche Richtung denn sie bewirken langfristig ein weiteres Auseinanderklaffen der Lohnschere. Diese Vorgabe gehört dringend überdacht“, so Palfrader.


Neben dem Ausbau von Schutzmaßnahmen gegen häusliche Gewalt und der Schaffung von weiteren Frauenhäusern tritt der AAB für eine Rücknahme der Kürzungen der Förderungen für die Arbeit von Frauenorganisationen ein und spricht sich klar für mehr Unterstützung für Alleinerziehende aus. „Bereits 1910 forderte die deutsche Politikerin und Frauenrechtlerin Clara Zetkin die Gleichbehandlung von Frauen ein: ‚Frauenrechte sind keine Sonderrechte, sondern Menschenrechte‘. Chancengleichheit sollte eine Selbstverständlichkeit sein und keine Wunschvorstellung, daher ist es wichtig, die Menschen nicht nur am Internationalen  Frauentag für die Verbesserung der Situation von Frauen zu sensibilisieren“, sieht die AAB-Landesobfrau genügend Handlungsbedarf.


Erstellt am 08. März 2019, um 07:06 Uhr

 

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