Erstellt am:
10. April 2019

VP-LA Nowara: „Bedürfnisse der zu Pflegenden sind Richtschnur für Reform“

LAbg. Martina Nowara (Foto: Tanja Cammerlander)

Pflegestrukturplan bis 2022 liegt vor: Land Tirol investiert massiv in den Ausbau der mobilen Pflege. Entlastung pflegender Angehöriger und betreutes Wohnen als Schwerpunkte.

Das Thema Pflege rückt durch den demografischen Wandel immer stärker ins Bewusstsein der Bevölkerung. Um den wachsenden Herausforderungen gerecht zu werden, hat das Land bereits 2012 einen genauen Fahrplan erstellt, um die Kapazitäten in der Pflege bestmöglich an den Bedarf anzupassen. Nach einer umfangreichen Evaluierung hat das Land Tirol unter Federführung von Pflegelandesrat Bernhard Tilg gestern die Ausbauziele bis zum Jahr 2022 vorgestellt.

 

 

 

 

 

29% mehr Kapazität für Hauskrankenpflege

 

 

 

„Die Anforderungen in der Pflege werden ständig höher. Nicht nur was die Anzahl der zu betreuenden Personen betrifft, sondern auch in Hinblick auf die Pflegeintensität. Denn mit der steigenden Lebenserwartung nimmt naturgemäß auch der Pflegebedarf zu“, erklärt dazu VP-LA Martina Nowara, die selbst im Sozial- und Pflegebereich tätig ist. Wichtig sei für sie, dass sich das Angebot an den Bedürfnissen orientiere. „Die Bedürfnisse der zu Pflegenden sind die Richtschnur der Reform. Mit der vom Land Tirol forcierten Ausweitung der mobilen Betreuungsangebote kommt man dem Wunsch der Menschen nach, möglichst lange im vertrauten Umfeld gepflegt zu werden“, sagt Nowara. Bis zum Jahr 2022 soll zu diesem Zweck die Hauskrankenpflege um 29% auf dann 240.217 Leistungsstunden nach oben geschraubt werden.

 

 

 

 

 

Entlastung pflegender Angehöriger als Schlüssel

 

 

 

Parallel dazu werden die Tagespflegeplätze massiv ausgebaut. „Die Arbeit der pflegenden Angehörigen ist für das Funktionieren der pflegerischen Landschaft in Tirol unverzichtbar. Umso wichtiger ist es, dass sie mit dieser großen Verantwortung nicht alleine gelassen werden und sie Verschnaufpausen haben, um sich erholen zu können. Mit dem ambitionierten Ausbau der Tagespflegeplätze um 40% wird hier ein wichtiger Beitrag zur Entlastung geleistet“, unterstreicht Nowara. (Quelle: Peter Pock)


Erstellt am 10. April 2019, um 10:45 Uhr

 

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